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Veranstaltung: Mutterschutz für Selbständige?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an den Diskussionen dieses Workshops zu beteiligen: 14. bis 15. November 2014 in 31547 Rehburg-Loccum

Die Richtlinie 2010/41/EU zur „Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen, die eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben“, wurde im Juli 2010 verabschiedet. Sie sieht in Artikel 8 Mutterschaftsleistungen für selbständig erwerbstätige Frauen sowie im Betrieb mitarbeitende Ehepartnerinnen und Lebenspartnerinnen von Selbständigen vor.

Mutterschutz für Selbständige war in Deutschland lange Zeit „kein Thema“. Es gehörte zum „klassischen Bild“ der Selbständigkeit, dass Selbständige in der Lage sind, für ihre Risiken selbst vorzusorgen. Außerdem war Mutterschutz ja für den Selbständigen nicht relevant ...

Doch die Realität von Selbständigkeit hat sich gewandelt und ausdifferenziert: Es gibt heute viel mehr weibliche Selbständige und eine viel größere Zahl von „Soloselbständigen“ mit eher bescheidenen Einkommen. Für viele Frauen ist es daher eine große Herausforderung, Kinderwunsch bzw. Mutterschaft und selbständige Erwerbstätigkeit zu vereinbaren. Häufig bleibt das eine oder das andere auf der Strecke.

Kinder und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einerseits, Selbständigkeit und Existenzgründung andererseits, haben aber für die Politik in den letzten 15 Jahren an Bedeutung gewonnen: So gehen die zuständigen Ministerien mittlerweile der Frage nach, „wie für Selbstständige bei Schwangerschaft und Stillzeit bessere Bedingungen geschaffen werden können“, nachdem die Bundesregierung in der letzten Legislaturperiode zunächst der Ansicht war, dass sich aus der Richtlinie, deren Umsetzungsfrist im September ausgelaufen ist, für Deutschland kein Handlungsbedarf ergäbe.

Was wissen wir über die Selbständigen und ihre überaus vielfältigen Lebenslagen? Wo bestehen die dringendsten Handlungsbedarfe, wo trägt das „klassische“ Bild der Selbständigkeit noch, das staatliche Eingriffe erübrigt? Welche Handlungsansätze finden sich in bestehenden Regelungen, seien sie berufsständisch oder an den Sozialversicherungsstatus gekoppelt? Welche Formen der Finanzierung kommen in Betracht, die weder den Staatshaushalt noch eine – wie auch immer gefasste – Solidargemeinschaft überfordern?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an den Diskussionen dieses Workshops zu beteiligen: 14. bis 15. November 2014
Bitte unbedingt anmelden, die Plätze sind begrenzt!
Evangelische Akademie Loccum, Münchehäger Str. 6, 31547 Rehburg-Loccum, Tel. 05766 / 81-0, http://www.loccum.de

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