Forum der Holzfachfrauen

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Beschaeftigungsverbot waehrend der Schwangerschaft

Hi!
Hat sich jemand genauer mit diesem Thema auseinandergesetzt?
Ich arbeite gerade in einer Werkstatt in Kanada zusammen mit Kate,
einer Tischlerin aus England.
Ich habe nur gehoert das es dieses Beschaeftigungsverbot gibt, mich aber vorher nie naeher dafuer interessiert.
Was Kate gerne wissen moechte ist, was die genaue Begruendung dafuer ist.
Ist es das viele schwere Heben, oder geht es eher um Holz-, MDFstaub, Leim- und Lackverarbeitung,... Was meint ihr? Macht dieses Verbot Sinn oder nicht?
Fuer Kate ist ein Thema, da sie letztes Jahr die ganze Zeit waehrend ihrer Schwangerschaft weitergearbeitet hat.
Dann hatte sie eine Fehlgeburt, ohne das ein ersichtlicher Grund vorlag.
Ueber mehr Infos waer sie total dankbar, da es fuer sie verstaendlicherweise ein grosses Thema ist!
Lieber Gruss aus BC,
Johanna frd. fr. Tischlerin

Johanna.einh.Ti
Mitglied seit 05. 03. 2011
2 Beiträge

Auszug aus dem Ratgeber Mutterschutz Holzverarbeitung: "Grundsätzlich dürfen werdende und stillende Mütter nicht mit schweren körperlichen Arbeiten und nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen, von Staub, Gasen oder Dämpfen, von Hitze, Kälte oder Nässe, von Erschütterungen oder Lärm ausgesetzt sind."

Im Tischler-/Schreinerhandwerk gibt es von besagten Einwirkungen ziemlich viele. Im Anhang findest du vom Gewerbeaufsichtsamt alles näher beschrieben.

Als Selbständige muß du eigenverantwortlich handeln und als Angestellte bekommst du wahrscheinlich ein Beschäftigungsverbot verhängt.

Übrigens, als Netzwerkerin stehen noch mehr Infos für selbständige und angestellte Frauen zu diesem Thema im internen Bereich des Forums zur Verfügung. Zugangsdaten erhalten alle Frauen, die mal auf dem Tischlerinnentreffen waren… Einfach kurz ne Mail schreiben an
mail@tischlerinnen.de

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VaC
Mitglied seit 01. 03. 2010
72 Beiträge

Ich habe von einer Zimmerin gehört, die als Angestellte schwanger wurde. Sie möchte uns noch einen Erfahrungsbericht zukommen lassen. Hier vorab die Infos, die ich dazu mitbekommen habe:

Problematische Maschinen für das werdende Baby sind wohl die ganzen pneumatischen Geräte wie z.B. ein "Druckluft-Nagler".

Für das Arbeitsverbot sei nicht die Frauenärztin / der Frauenarzt verantwortlich, sondern der Betriebsarzt mit seiner Gefährdungsbeurteilung (?) und der Arbeitgeber mit seiner Arbeitsplatzbeschreibung (?).

In kleinen Betrieben heißt es, selbst aktiv zu werden:
zu einem selbsterwählten (?) Betriebsarzt gehen, wenn die Firma keinen eigenen hat,
dem Arbeitgeber die Arbeitsplatzbeschreibung ausstellen lassen, der dann das Arbeitsverbot ausspricht,
das Regierungspräsidium ist dann die Aufsichtsbehörde, an die alles geht?

Wie gesagt, die zuverlässigen Informationen bekommen wir hoffentlich noch von einer Frau, die das Procedere durchgemacht hat. Dies nur fürs erste, falls eine Frau schonmal dringend weitere Tips braucht.

Der Lohn wird dann übrigens nicht vom Betrieb sondern von der Krankenkasse weiterbezahlt. Der Arbeitgeber hält die Stelle für später (?) frei... auch da fehlen noch nähere Details.

Also weiterhin dankbar für jedes Wissen, antwortet einfach, wenn ihr was wißt.

Miramira
Mitglied seit 10. 03. 2011
18 Beiträge

hallo johanna,
schau dir mal den paragraphen 4 des mutterschutzgesetzes an. dort wird genau beschrieben unter welchen umständen ein beschäftigungsverbot ausgesprochen werden kann/ muss. es kommt im bereich der tischlerei auf deinen individuellen arbeitsplatz an.

andrea
Mitglied seit 17. 08. 2010
8 Beiträge

Hallo, da kann ich doch mal direkt aus jüngster Erfahrung sprechen.

Lang lebe das Mutterschutzgesetz!

Ich bin Tischlerin in einem kleinen Handwerksbetrieb, der alles macht was der Markt so hergibt angestellt.
Als ich vor ca. 1 1/2 Jahren erfahren hab, daß ich schwanger bin, haben wir gerade alte Holzfenster gestrichen und mir ist regelmaßig speiübel, allerdings vor Angst und Sorge geworden, da es auch in schwindelden Höhen neuen Anstrich brauchte. Da wurde mir meine Verantwortung zum ersten Mal sehr stark bewusst.
Als wir dann zwei größere Aufträge reinbekamen, die als Schwangere unter die Problemfälle fielen, habe ich schweren Herzens- ich wollte eigentlich gern weiterarbeiten- meiner [u]regulären Frauenärztin[/u] das ok für ein Beschäftigungsverbot gegeben. Man kann sich als Arbeitnehmer natürlich immer dagegen ausprechen.
Ich hatte den ersten Job angefangen, das waren 10 Wohnungseingangstüren, die super-schallgedämmt waren (weiß die bezeichnung nicht mehr) und die so schwer waren, daß mir nach einmal anheben die Kräfte fast versagten. Also musste ich sie nur mit justieren und die Drücker einbauen- mein Chef war schon sehr darauf bedacht, daß dem Kind kein Schaden zugefügt wird... und das hat mich noch mehr geärgert, immer warten zu müssen daß einer die schweren Sachen erledigt hat um dann auch mal wieder etwas nützliches zu tun, nee.... Aber das war mein persönliches Empfinden und eher nur nervig.
Dieses Kind hat gerade in der Anfagszeit, wo sie ja oft noch abgehen, einiges überlebt: z.B. auch 4 volle Tage Fliesen abschlagen in ungesundem Staub und wohl oft noch fatalerer Ganzkörper-Durchschüttelung und das auch noch bei extemer Hitze (fällt alles unters Verbot).
Meine Hebamme, sagte dazu: Es gibt Kinder, die überleben das alles und sind stark genug, und dann wieder viele, die es nicht aushalten/ schaffen.
Ich habe allerdings auch im Namen meiner Gesundheit gehandelt, denn eine Schwangerschaft ist eine extreme Belastung für den Körper, da brauchts nicht auch noch extrem schweres Heben oder abschleifen und neu Steichen alter giftig behandelter Fachwerkbalken (wäre der nächtse Auftrag gewesen)!
Ich weiß ja auch nicht was deine Freundin alles so machen musste, während ihrer Schwangerschaft -
diesen Muterschutz und die Verbote gibt es nicht ohne Grund,
und ich bin sehr froh daß es diese Rechte in Deutschland gibt, denn mit Sicherheit wäre unsere Säugligssterberate ansonsten viel höher.
Und die der Mütter bei der Geburt bestimmt auch!
Ich hoffe die Seiten über dieses Verbot und den Mutterschutz konnten euch weiterhelfen.
ich lese mir die fragen noch mal genauer durch und schaue, ob ich später noch lücken füllen kann...

anecke
Mitglied seit 06. 02. 2012
4 Beiträge

achso ja:
direkt als erstes eine antwort:

Bei einem Beschäftigungsverbot, das vor der regulären Mutterschutzzeit ausgestellt wird, muß der Betrieb den Lohn weiterzahlen und jeden Monat aufs neue bei der Krankenkasse einen Antrag auf Rückerstattung leisten, wovon er aber nicht unbedigt 100% erstattet bekommt.
Mein Chef, dessen erste und zu der Zeit einzige Festangestellte ich war, hat mich und die Schwangerschaft verflucht!
Denn das kann schon zu erheblichen Einbußen in kleinen Betrieben führen, sei es auch nur vorübergehend.
Ab dem Zeitpunkt, wo der reguläre Mutterschutz greift, zahlt dann die Krankenkasse selbst (puh! - da war ich sehr erleichtert)

anecke
Mitglied seit 06. 02. 2012
4 Beiträge

Schwanger-Werden im Bauhauptgewerbe…

Also, liebe Handwerkerinnen, hier mein kleiner Erfahrungsbericht über das Schwanger-Werden als Angestellte auf dem Bau, genauer gesagt als Zimmerer-Gesellin in einer Zimmerei.

Als erste Grundorientierung sollte Frau wissen, dass es für „Werdende und stillende Mütter“ (das ist die Amtssprache) in besonders gefährdenden Berufen hierzulande umfassende Schutzrechte und z.T. recht genau gehaltene Tätigkeitsbeschreibungen gibt, die eine Gefährdung von Mutter & Kind verhindern sollen. Rechtlich ist das alles im Mutterschutz geregelt, die beratende und kontrollierende Instanz dafür ist das Regierungspräsidium, verantwortlich für die sog. „Gefährdungsbeurteilung“ ist der/die Arbeitgeber/in.

Und bei mir war das so: Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr, hatte ich zum Glück noch die letzte Woche Sommerurlaub und konnte mich an den Gedanken gewöhnen und mir überlegen, wie ich das meinem Chef beibringen sollte. Die Reaktionen waren zu meiner Erleichterung erfreulich und dennoch waren dann die ersten zwei (und letztlich auch einzigen) Wochen als Schwangere auf dem Bau ziemlich belastend.

In meinem Fall war das Problem, dass ich der erste solche „Fall“ in meinem Betrieb und für meinen Chef war und daher einfach niemand eine Vorstellung hatte, was nun zu tun wäre bzw. was ich bedenken- und gefahrlos würde tun können und was nicht. Nachdem ich am Telefon mit der Chefin noch vereinbart hatte, dass sie sich überlegen würden, wie zu vorzugehen sei und in was für Bereichen sie mich ab jetzt würden einsetzen können, wurde ich am Montag nach Betriebsurlaubsende auf eine hübsche Altbau-Baustelle geschickt, auf der das „volle Programm“ anstand (Rückbau des „alten Daches“ bis auf die Sparren, neuer Dachaufbau). Eigentlich meine allerliebste Tätigkeit, begann ich jetzt, mich bei zahlreichen Tätigkeiten zu fragen, ob ich damit nicht „zu viel riskierte“: Herausnehmen der alten Glaswolle, Herumlaufen auf den alten Sparren angesichts der permanenten Rutschgefahr, Schleppen diverser Baustoffe, Arbeiten mit Drucklufttacker und –Nagler…

Von meinem Chef und seiner Frau war auf mein wiederholtes Nachfragen nicht konkret zu erfahren, was sie denn nun an Erkundigungen angestellt hatten und wie ggf. eine „Arbeitsplatzbeurteilung“ von statten gehen würde. Da ich selber aber mittlerweile einige Dinge in Erfahrung gebracht hatte, wie in meinem Falle eigentlich vorzugehen sei war ich über das „Hinhalten“ zunehmend verunsichert. Zunächst hatte mich die Frauenärztin zwecks der Frage „wie ist das mit meiner Arbeit?“ zu einem Arbeitsmediziner überwiesen. Bei dieser Spezies Arzt war im gesamten Umkreis kein Termin zu bekommen, bzw. erfuhren wir dann nach Tagen, dass Arbeitsmediziner eigentlich nur über den Arbeitgeber angefragt oder auch bezahlt werden (i.S.v. Betriebsarzt) – ein Fehler der Frauenärztin also. Dann wusste ich einiges aus einem Info-Faltblatt, dem sog. „Merkblatt Werdende Mütter in holzverarbeitenden Betrieben“ siehe Anhang

Darin ist von der Pflicht des Arbeitgebers die Rede, die Schwangerschaft dem Regierungspräsidium zu melden und eine entsprechende „Arbeitsplatz-Gefährdungsbeurteilung“ durchzuführen. Von den dort genannten „physikalischen Gefährdungsfaktoren“ gibt es in der Zimmerei natürlich jede Menge, bei den Schreinerinnen wahrscheinlich auch einiges an gefährdenden Stäuben, Lacken usw.

Später habe ich dann noch das vom Arbeitgeber auszufüllende Formular gefunden und hier sind die Gefährdungen, die auszuschließen sind, doch sehr klar und umfassend benannt: siehe Anhang nächster Beitrag

Natürlich geht es um schweres Heben und Tragen, Lärm, Ausrutsch- und Absturzgefahr, häufiges Strecken und Beugen, Holzstaub und andere Gefahrstoffe – aber auch das Arbeiten mit Maschinen wie Druckluftnagler oder auf Baustellen generell (siehe erster Link).

Auf Seiten meines Arbeitgebers zeichnete sich gegen Ende der ersten Woche immer noch nichts Konkretes ab („ja, wir haben da jetzt mal so was ausgefüllt, ewig viele Seiten lang, aber das ist erst gestern raus gegangen und bis man dann da was hört…“) und, genervt von meinen täglichen Nachfragen, musste ich mir von der Chefin wiederholt anhören, dass man das ja in einem so kleinen Betrieb wie unserem vielleicht auch besser „unbürokratisch“ lösen könne. Außerdem sei ich schließlich nur schwanger und nicht krank und sie habe während ihrer Schwangerschaft auch noch gearbeitet und zu Hause beim Hausbau mitgeholfen. Die Diskussion, dass das in der Rolle als „Bauherrin“ oder „Angestellte“ 2 paar Stiefel sind begann ich nicht, wurde aber zunehmend unruhig und besorgt. Ich konnte es einfach nicht einschätzen, ob die in den Merkblättern und Formularen aufgelisteten Gefahren wirklich „reale“ Gefahren darstellten oder eben in gut-deutsch-bürokratischer Manier sehr reichlich Puffer zu ggf. echten Gefahren darstellten. Konkret wurde ich ängstlich und unsicher beim Entfernen der alten Dämmung und fragte mich, ob das dem Baby schaden könnte, bekam Angst auf dem Dach wegzurutschen und den Druckluftnagler zu bedienen weil ich mich fragte ob ich damit eine Fehlgeburt provozieren würde. Ich wusste es einfach nicht und es schien niemanden zu geben, der oder die mich darin beriet. (Es war auch etwas Pech dabei, da meine eigentliche Frauenärztin zu der Zeit noch im Urlaub war und die, die die Schwangerschaft festgestellt hatte, mittlerweile auch.)

Schließlich beschloss ich, bevor die Dach-Einlatt-Arbeiten beginnen würden, darauf zu bestehen, dass ich – meines Wissens – nicht mit dem Druckluftnagler arbeiten dürfe. Dies hat mein Chef auch schnell akzeptiert, nachdem sein zunächst geäußerter Rat, ich solle eben Gehörschutz tragen, ihn wohl letztlich selbst nicht ganz überzeugt hat. Das war am Ende der ersten Arbeitswoche.

Am Montag der zweiten Arbeitswoche bat mich der Chef morgens zu sich ins Büro und präsentierte mir ein Schreiben, mit dem er mir mitteilte, dass er mir ab der nächsten Woche Beschäftigungsverbot erteile. Er habe sich nochmal ausführlich beraten lassen und müsse feststellen, dass er die Verantwortung als Arbeitgeber nicht übernehmen könne mich weiterarbeiten zu lassen. (Beschäftigungsverbot bedeutete, dass ich aufgrund der zu großen Risiken ab jetzt nicht mehr arbeiten dürfe, meinen Lohn aber (bis Beginn Mutterschutz) vom Arbeitgeber weiterbezahlt bekomme, den er wiederum von der Krankenkasse erstattet bekommt.)

Zum einen war ich erleichtert über das plötzliche und unerwartete Ernst-Nehmen meiner Schwangerschaft und der damit verbundenen Risiken, zum andern ziemlich vor den Kopf gestoßen über die plötzliche Wendung um 180 ° und das damit unmittelbar bevorstehende (zumindest vorläufige) Ende meiner Tätigkeit im Betrieb. Schade war für mich in erster Linie der Umstand, dass ich so endgültig vor die Tatsache gestellt wurde fast ab sofort Beschäftigungsverbot zu haben und es zu keinem Zeitpunkt ein gemeinsames Gespräch gegeben hatte, in dem ich etwa an der Entscheidung oder möglicher Weise alternativen Überlegungen beteiligt gewesen wäre. Eigentlich „typisch Bau“ aber mit einer stärkeren Einbeziehung der Betroffenen (auch meiner Kollegen) hätte man sicherlich noch anderen sinnvolle und ungefährliche Lösungen, zumindest für die ersten Monate, überlegen und die damit verbundenen Vor- und Nachteile abwägen können.

Soweit meine ganz persönliche Erfahrung – wünschenswert wäre es für mich wirklich gewesen, kompetente Ansprechpartner/innen, sowohl für mich als auch für meinen Chef, zu haben. Vielleicht kann die „Tischlerinnen-Connection“ sowas ja fördern und zudem die betroffenen Frauen beraten und/ oder vernetzen…

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Hmm, das ist ja etwas blöd gelaufen für die Zimmerin. Da war es bei mir schon einfacher, da mein Chef wirklich sehr cool reagiert hat und mir zuallererst gratuliert hat, und mich dann gefragt hat, ob und wie lange ich noch weiterarbeiten wolle.
Bei der nächsten Gelegenheit im Büro, hat er dann mit mir zusammen die Gesetze und all den formellen Kram bei der Handwerkskammer und aus dem Internet rausgesucht.
Mir wurde sogar angeboten, Büroarbeiten im Mutterschutz für ihn zu machen....
nur mal so um auch mal ne Anregung für alle Chefs und Innen zu geben - es geht auch anders.

Dieser Mutterschutz und somit auch das Beschäftigungsverbot gilt übrigens auch, wie im vorigen Bericht erwähnt- für stillende Mütter - nach der Geburt,
wovon ich nur nicht gebrauch machen wollte, um meinem Chef weiteren Ärger zu ersparen.

Mittlerweile habe ich allerdings ein ganz anderes Problem, und das ist die nicht vorhandene Möglichkeit für eine Kinderbetreung.
So langsam reichts mir mit dem außschließlich Mutti-Sein, und in 2 Monaten läuft mein Elterngeld aus.
Ich würde so gerne wieder Arbeiten!
Stattdessen zwingt mich der Staat mit dem Recht auf einen Betreungsplatz erst ab 3 Jahren (bald erst 2) und mit dem tollen Elterngeld (12-14 Monate), was einfach ein um ein Jahr gekürztes Mutterschaftsgeld bedeutet , nun zu Harz!

anecke
Mitglied seit 06. 02. 2012
4 Beiträge

Zu der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers: der Arbeitgeber zahlt bei einem Beschäftigungsverbot 100% des Lohns weiter. Der Arbeitgeber bekommt jedoch 120% von der Ausgleichskasse ( nicht Krankenkasse, so ähnlich) ausgezahlt, damit die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherungen auch abgedeckt sind. Somit entstehen keine Kosten für den Betrieb. Eine Ausnahme ist z.B. wenn ein Arbeitgeber pro Angestellte eine Pauschale an ein Steuerbüro zahlen.

andrea
Mitglied seit 17. 08. 2010
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