Workshops 2026
In diese(r) Welt zu bauen, alleine oder gemeinsam mit anderen, ist eine enorm vielseitige Herausforderung für unser Gehirn:
Während wir unsere Körper in Kraft und Dynamik koordinieren, müssen wir uns nebenbei spontan zusätzliche Dinge merken (ah, da muss ich der Elektrikerin Bescheid sagen!), sozial (verträglich) interagieren (warum nimmt der Kollege mich nicht ernst?), Reize verarbeiten (Schlager Radio Aaaaaaaaah!), spontane Lösungen suchen (wie soll ich den völlig verzogenen Dielenboden verlegen?), Zeitpläne erstellen und einhalten (wieso dauert alles schon wieder viel länger als geplant?)
usw. usw.
Bei neurodivergenten Menschen können diese parallel laufenden Anforderungen eine Menge Herausforderungen und eine Menge Potenzial mit sich bringen, aber auch zu emotionalen Überreaktionen führen: Zweifel an der eigenen fachlichen Kompetenz, Konflikte mit Kolleg*innen, Überforderung bei Papierkram, etc.
Im Workshop werden wir uns gemeinsam anschauen, wie sich der Aufbau des Gehirns bei ADHS und/oder Autismus eigentlich genau von anderen Hirnen unterscheidet.
Wir können uns genauer ansehen, welche Schwierigkeiten typisch sind für Handwerkwerker*innen mit ADHS/ Autismus/ LRS/...in einer neurotypischen Welt;
und wir wollen uns konkrete Lösungsansätze ansehen indem wir eine neue Perspektive auf unser Gehirn einnehmen: nämlich eine, die versteht, benennt und unterstützt. Dabei können wir sowohl besprechen, was es bedeutet, selbst betroffen zu sein als auch, wie wir als Kolleg*innen mit neurodivergenten Handwerker*innen umgehen können, so dass möglichst viele Seiten gesehen werden.
U never walk alone!
In diesem Workshop geht es um den Spagat zwischen individuellen Kundenwünschen, hochwertigen Materialien und der Wirtschaftlichkeit von Reparaturen und warum Fliesenlegerkeile und Zigarettenpapier in keiner Werkstatt fehlen dürfen. Außerdem erfahrt ihr, wie Holz zum Klingen gebracht wird, wie die Gitarre ihre Form erhält und warum Gitarren und
andere Musikinstrumente selten vegan sind.
Falls zum Zeitpunkt des Workshops Reparatur-Gitarren in der Werkstatt sind, zeige ich gerne einige Techniken und Arbeitsschritte.
In diesem Workshop werden die ersten Schritte ins Langholzdrechseln gezeigt.
- Einführung in diverse Drechseleisen
- Maschinenkunde
- Holzauswahl
Bitte Sicherheitsschuhe und Schutzbrille mitbringen.
Ein Workshop in dem du dir aus "Kaltporzellan" ein Geschlecht, ein Körperteil deiner Wahl erarbeiten kannst. Ganz schnelle vielleicht sogar auch einen ganzen kleinen Körper!
Bringe dir gerne eine kleine Schachtel zur sicheren Aufbewahrung mit!
Schnell und gezielt auf rechte und rassistische Parolen reagieren! - Wir alle kennen das: Auf der Arbeit, im Sportverein, in der Familie oder auf der Straße fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, hätten gerne den Mund aufgemacht. Hier setzt dieser Workshop an. Er soll Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! In Theorie und Praxis werden gängige rechte Positionen untersucht und es wird geübt, das Wort zu ergreifen und für solidarische Alternativen zu streiten statt für Ausgrenzung und Rassismus.
Du lernst in diesem Workshop Deine ersten runden Glasperlen in der Flamme zu drehen und einfache Muster auf die Perle zu bringen.
• Was bedeutet zirkuläres Handwerk?
• Materialkreisläufe verstehen und mitgestalten
• Erfahrungsaustausch: Welche Rolle spielt Rückbau bereits heute im Arbeitsalltag?
• Rückbau: Eine neue Verantwortung für das Handwerk
• Beispiele aus der Praxis
• Einführung in den Materialpass
Was geht (schon) und was braucht es noch? - Welche Absicherungen gibt es bereits – und wo sind die Lücken?
Was kann ich konkret tun, wenn ich eine Schwangerschaft plane oder unerwartet schwanger bin?
Der Workshop gibt einen praxisnahen Überblick über bestehende Möglichkeiten der Absicherung und zeigt, welche Schritte im Alltag sinnvoll sind – von der Vorbereitung bis zur konkreten Umsetzung.
Im Mittelpunkt stehen Austausch und konkrete Fragen:
Was funktioniert in der Praxis? Wo wird es schwierig? Welche individuellen Lösungen gibt es? Was lässt sich nicht planen / absichern?
Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf die strukturelle Ebene:
Wo stehen wir politisch aktuell – und was braucht es, damit sich die Rahmenbedingungen für Selbstständige nachhaltig verbessern? Welche Rolle können wir selbst dabei spielen, etwa als Multiplikator*innen im Handwerk und über unsere individuellen Kanäle?
Für alle, die selbst betroffen sich, betroffen sein könnten, untertützen möchten und / oder sich ganz allgemein dafür interessieren, wie der Aufbau einer politischen Interessensvertretung funktioniert, um die Strukturen für Flinta* im Handwerk zu verbessern.
Ein Workshop für linke cis Personen - In diesem Workshop wollen wir uns mit Transfeindlichkeit beschäfitigen, die auch bei uns - in der radikalen linken Szene - vorkommt. Dabei soll es auch um Situationen und Strukturen gehen, die in der Regel nicht direkt als Transfeindlichkeit erkannt werden oder nicht ernstgenommen werden. Der Workshop richtet sich an cis Personen. Es handelt sich um keinen Einführungs-Workshop zum dem Thema "Gender" aber zum Thema Transfeindlichkeit wird nichts vorausgesetzt. Es soll ein Raum sein in dem offen über Privilegien und selbst ausgeübte oder beobachtete Diskrimminierung und Gewalt geredet werden kann. Es soll nicht um Schuld gehen sondern um einen guten Umgang und kollektive Verantwortungsübernahme.
Gestalte deine eigene Lederrolltasche für Stecheisen, einen praktischen Schlüsselanhänger oder ein Hammer-Holster aus recyceltem Leder. Du lernst grundlegende Leder Verarbeitungstechniken kennen (Schneiden, Nähen, Nieten, Stanzen, Punzieren und Einfetten), arbeitest mit natürlichen Materialien und kannst dein handgemachtes Einzelstück zum Schluss noch mit unserem DUSTIES Brandstempel veredeln.
In kleinen Teams von 3 Leuten lernt ihr eine kleine Schaltung zu bauen. Für Theorie bleibt vielleicht danach noch etwas Zeit, aber sehr wahrscheinlich ist dieser Workshop eher was für alle, die schon immer mal das Werkzeug einer Elektriker*in benutzen wollten, und weniger für Physikinteressierte
Wir bauen gemeinsam über 6 Stunden einen Pizzaofen aus Lehm. Ich zeige euch welche Misch-Verhältnisse wie auch Schichten ein Ofen aus Lehm braucht.
In 4 Std sägen,biegen, feilen, löten wir mit professionellen Goldschmiedetechniken Ring, Anhänger oder Ohrschmuck, für Anfängerin und Fortgeschrittene. Einige Oberflächengestaltungen können ausprobiert werden.
In diesem Workshop habt ihr die Gelegenheit, grundlegende Techniken und Strategien zur Selbstverteidigung kennenzulernen.
Neben ein paar theoretischen Überlegungen zum Thema setzen wir unseren Fokus auf Partner*innen-Übungen und probieren konkret aus, wie wir Angriffe abwehren und uns schützen können. Die Methoden kommen vor allem aus dem Ju-Jutsu und Krav Maga.
Es gibt jederzeit die Möglichkeit, bei bestimmten Übungen auszusetzen.
Der Workshop richtet sich an Anfänger*innen. Ihr braucht keine Vorerfahrung und keine besondere körperliche Ausdauer, nur bequeme Kleidung, in der ihr euch gut bewegen könnt.
Erlernen von Grundlagen achtsamer Körperarbeit durch Spielerische Übungen sowie persönliche Reflexion und Austausch
In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden einen kompakten Einblick, welche Personen und Funktionen im Arbeitsschutz einer Tischlerei eine Rolle spielen. Es wird aufgezeigt, welche Aufgaben Inhaber:innen, Führungskräfte, Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Mitarbeitende jeweils übernehmen und wie sie zusammenwirken. Ziel ist es zu vermitteln, dass Arbeitsschutz nicht langweilig und trocken sein muss, sondern etwas ist, an dem alle mitwirken können und auch sollen. Mitarbeiter:innen wie Inhaber:innen.
Grünholz ist nicht nur ein Material, sondern ein Erlebnis. Das frische Holz bietet viele Möglichkeiten, kreativ zu werden und die eigenen Sinne zu schärfen. In dem Workshop mag ich euch Handwerkzeuge und Techniken erleben lassen. Handsägen, Äxte, Spaltklingen, Ziehmessern, Dechsel und Schnitzmesser werden da sein, die ihr mit Sägeböcke, Hobelpferde und Spaltklötze ausprobieren könnt.
Nach einer Einführung in den Umgang mit dem Werkzeug darf alles gestaltet werden, was frei Hand vorstellbar ist.
Du möchtest dein Wissen in Erster Hilfe auffrischen und im Umgang mit Notfallsituationen sicherer werden?
Zusammen gehen wir Fallbeispiele von Arbeitsverletzungen im Handwerk/ auf Baustelle durch. Dabei üben wir konkrete Maßnahmen bei verschiedenen Notfallsituationen, wie z.B. Kritische Blutungen, Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand.
Wir wollen persönliche und strukturelle Probleme in der handwerklichen Ausbildung erkennen und benennen. Was ist der eigene Handlungsspielraum? Wie können wir uns solidarisch und (niedrigschwellig) politisch einbringen?
Der Workshop richtet sich besonders an Azubis und Menschen die eine Ausbildung anstreben, ist aber offen für alle, die das Azubihilfe Netzwerk kennenlernen möchten.
1. Tattoo-Workshop: Einführung in die Tattoo-Kunst
- Geschichte & Stile: Einblick in die Ursprünge und Entwicklung der Tattoo-Kunst sowie Vorstellung verschiedener Stilrichtungen.
- Hygiene-Basics: Wichtige Hygienestandards für sicheres Arbeiten.
- Materialkunde: Einführung in Maschinen, Nadeln, Farben und deren Handhabung.
- Haut & Heilung: Grundlagen zur Haut, Wundversorgung und Heilungsprozess.
- Tattoo-Erstellung von A–Z:
*Stencil-Vorbereitung & Übertragung: Designvorlagen erstellen und korrekt auf die Haut übertragen.
* Linienführung: Saubere Konturen setzen, Handhabung der Maschine.
* Color Packing & Shading: Farbverläufe, Schattierungen und flächiges Ausfüllen.
* Verschiedene Techniken: Lining, Whip Shading, Dotwork, Handpoke und mehr.
* Praxisteil: Kleine Tattoos stechen auf Pampelmuse, Orange und künstlicher Haut – ideal für erste Erfahrungen.
2. Tattoo Walk-in: Handwerkskunst auf der Haut
Angebot:
- Motive: Kleine, vorgefertigte Tattoos und Flashes zum Thema Tischler*in – von Werkzeugen bis zu handwerklichen Symbolen.
- Preis: 50–150 € (spontan umsetzbar)
Ablauf:
Walk-in-Prinzip: Ohne Voranmeldung, nach Verfügbarkeit.
Beratung: Kurze Abstimmung vor Ort, dann direkt unter die Nadel!
Erkundung des Geländes mittels der Sportart Parkour: Was umgibt mich hier? Welche Elemente, welche Materialien? Bäume, Mauern, Treppen, Geländer, (...). Wie kann ich diesen Ort nutzen und mir aneignen? Natürlich respektvoll - aber vielleicht nicht immer nur auf die offensichtlichste Weise!
Nach einem Warm Up schauen wir uns gemeinsam um und probieren aus, worauf wir Lust haben. Ich kann euch einige Grundtechniken zeigen, um z.B. irgendwo hoch zu springen oder Hindernisse zu überwinden. Und vielleicht entwickeln wir einen kleinen Flow, das heißt eine Abfolge mehrerer Bewegungen hintereinander. Dazu müsst ihr keine mega Sportskanonen sein, sondern einfach nur Lust an der kreativen Bewegung haben. Dann kommt Spaß und Self-Empowerment ganz von allein!
Beim Grünholzbau geht es im Unterschied zum konventionellen Tischlern um die Bearbeitung von frisch geerntetem, d.h. grünem Holz. Das noch im Saft stehende Holz lässt sich leichter sägen, spalten und entrinden.
Anhand von mitgebrachten Werkstücken (Leitern, Hocker) wird das „Bauen mit Grünholz“ erklärt. Durch die individuelle Wuchsform der Äste können Möbelstück-Unikate oder besondere Objekte entstehen.
Für den Bau der Steckverbindung wird ein spezieller Zapfenschneider und ein dazu passender Forstnerbohrer verwendet. Mit dem Holz, welches auf dem Gelände vorhanden ist, bzw. wir mitbringen, können die Teilnehmerinnen eigene Objekte herstellen.




